
Heute möchten wir Ihnen einen wirklich interessanten Bericht vorstellen über den wir auf http://www.weltbeweger.de gestolpert sind. Dort geht es über den"Senioren Experten Service (SES)". WELTBEWEGER ist die Webseite der gemeinnützige "Stiftung Bürgermut" mit Sitz in Berlin. Bürgermut unterstützt das Engagement der Menschen, die mit eigenen, kreativen Lösungen die Herausforderungen in ihrem Lebensumfeld anpacken.
Den Originalartikel finden Sie HIER (LINK).
Geschrieben hat den Artikel Lutz Steinbrück. Bearbeitet wurde er von Kerstin Schrödter.
Ruheständler vermitteln ihr Know-how an Jugendliche
„Zukunft braucht Erfahrung!“ meinen die im Senioren Experten Service (SES) registrierten Rentner und Pensionäre. An zahlreichen Schulen in Nordrhein-Westfalen – unter anderem in Bonn − geben sie in Arbeitsgemeinschaften ihr Wissen an junge Menschen weiter.
Welche Lebensbedingungen lieben Pflanzen? Wie lässt sich Bio-Kresse unter betriebsnahen Bedingungen herstellen und erfolgreich vermarkten? Der Agrarwissenschaftler Dr. Ernst Hoffmann kennt die Antworten – und vermittelt sie als Senior Experte Schülern in Bonn und Umgebung. Er ist einer von derzeit rund 150 Ruheständlern und Pensionären, von deren Wissen und Erfahrung junge Menschen an Schulen in Nordrhein-Westfalen profitieren.
Im Dezember 2006 hatte der Senioren Experten Service (SES) mit Unterstützung des NRW-Schulministeriums das Projekt Neue Impulse für Schüler gestartet. Ergänzend zum Schulunterricht gehen Fachleute wie Dr. Hoffmann seither in die Schulen, um dem Nachwuchs Wissen aus der Praxis zu vermitteln. „Die Senior Experten sind in allen Schulformen tätig, von Grund-, Haupt-, Real-, Förder- und Gesamtschulen bis hin zu Gymnasien und Berufskolleg“, berichtet Astrid Kloos, die Koordinatorin des Schulprogramms. Neue Ansprechpartnerin für das Schulprogramm ist jetzt Gisela Lott.
Das Themenspektrum ist vielfältig: Es reicht vom Knigge für Kids über Tipps zum Lernen und Arbeiten in der Holz- oder Fahrradwerkstatt bis hin zur inzwischen erfolgreich arbeitenden Schülerfirma „IGKresS“. Diese hatte Dr. Hoffmann 2007 mit sieben Elf- bis 14-Jährigen der Gesamtschule Bonn-Beuel ins Leben gerufen. Die Schülerfirma, aus der sich Hoffmann bereits wieder zurückgezogen hat, beliefert unter anderem einen Biomarkt.
Die Themenwahl richtet sich dabei nach den Wünschen der Schulen, die auf die Erfahrung der Älteren zurückgreifen: „Sie fragen bei uns nach Experten für bestimmte Themen an, in Bereichen wie Technik, Handwerk oder zur Stärkung der Sprach- und Lesekompetenz. Oft geht es auch um Fähigkeiten an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf“, erklärt Kloos. Sie wählt die geeigneten Fachleute aus und stellt den Kontakt her. Anschließend verständigen sich Schule und Senior Experte über die genaue Tätigkeit. Der SES unterstützt die Senior Experten bei den Vorbereitungen und während des Einsatzes. Außerdem gibt es zum Abschluss eine gemeinsame Auswertung.
An einem bis zwei Nachmittagen sind die älteren Fachleute in den Schulen im Umfeld ihres Heimatortes aktiv. „Die Einsatzdauer variiert zwischen wenigen Tagen und einem Schulhalbjahr“, so Kloos. Nach Abschluss erhalten die Schüler ein Zertifikat als Nachweis ihrer Qualifizierung. Die Kosten für die Schulen sind gering, so Kloos. „Sie zahlen das Kilometergeld von 30 Cent pro Kilometer und eine monatliche Aufwandspauschale von 20 Euro für jeden Senior Experten. Eine Investition in die Zukunft.
Experten-Tipp:
Die Einbettung in den Senior Experten Service mit seinem umfangreichen Expertenregister ist ein großer Vorteil für das Projekt. Außerdem wird das Schulprogramm finanziell von der METRO AG, der Otto Wolff-Stiftung, der Bayer AG und der SES-Stiftung unterstützt. Der SES ist auf der Suche nach weiteren Sponsoren, um das Projekt erfolgreich fortzuführen.
Der Senior Experten Service GmbH als Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit hat eine Riesenauswahl: Über 7900 Senior Experten stellen ihr Know-how ehrenamtlich zur Verfügung. Allein 2008 wurden 1.510 Einsätze in 93 Ländern durchgeführt. Seit 26 Jahren leisten Fachleute, die das Berufsleben beendet haben, Hilfe zur Selbsthilfe. Gegründet wurde der SES 1983 unter der Obhut des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Kooperationen/Erfolge:
Ähnliche Projekte wie „Neue Impulse für Schüler“ gibt es inzwischen auch in anderen Bundesländern. Zum Beispiel an der Riesengebirgsschule in Berlin-Schöneberg. Dort helfen Senior Experten den Schülern bei Berufswahl und Bewerbung – im Rahmen des Projektes „Bewerbungstraining FIT“.
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Wir werden uns jetzt erstmal kundig machen, ob einige "Senior Experten" auch schon in Bremen im Einsatz sind.
Ist doch eine super spannende Sache, die bestimmt auch für die Bremer Heimstiftung interessant sein könnte!





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