...so heißt die Ausstellung, die bis 21. Oktober in der Residenz Ichon-Park zu sehen ist. Christine Vogelsang betreut zwei Malgruppen in der Residenz - und sie war bei der Ausstellungseröffnung sehr gespannt darauf, was 'ihre Schüler' wohl zu ihren Bildern sagen.
Die Künstlerin stammt aus Braunschweig und hat an der Kunsthochschule Ottersberg Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Kunsttherapie und Kunstpädagogik studiert. Heute hat sie ein Atelier an der Schwachhauser Heerstraße und bietet dort Kunst- und Malkurse an. Seit sieben Jahren leitet sie zwei Malgruppen in der Stiftungsresidenz Ichon-Park. 'Eine Gruppe ist aus dem Pflegebereich und eine aus dem Wohnbereich der Residenz', berichtet sie. 'Die Teilnehmerinnen wollten nun endlich auch mal Bilder von mir sehen', sagt die Künstlerin lächelnd.
Verschiedene Arbeitstechniken
Der Titel der Ausstellung bezieht sich einerseits auf die Motive, andererseits aber auch auf die ganze Spannweite von Vogelsangs künstlerischen Arbeitstechniken. Die Ausstellung zeigt digital bearbeitete Fotografien, Siebdruck, aber auch Ölbilder.
Vor vier Jahren war Christine Vogelsang auf den Landebahnen des Frankfurter Flughafens unterwegs, um Fotos von den Rollbahnmarkierungen zu machen. 'Daraus sind die Siebdruckbilder entstanden', erklärt die Künstlerin. Auf Christine Vogelsang wirken die Bodenmarkierungen der Landebahnen 'wie moderne Höhlenmalerei'. Speziell der Siebdrucktechnik bediene sie sich sehr häufig: 'Dabei kann man die Darstellung auf das Wichtigste reduzieren', sagt sie. Aber sie male auch gerne Porträts in Öl. Das Bindeglied zwischen der Malerei und dem Siebdruck sind die digital bearbeiteten Fotografien. 'Die Fotos werden auf die Leinwand gedruckt und dann mit Acryl bearbeitet', erläutert Christine Vogelsang.
Und wie gefallen nun den Senioren aus den Malgruppen die Bilder? 'Ich hätte gedacht, dass die abstrakten Ölbilder eher ihren Geschmack treffen', sagt Christine Vogelsang. 'Aber sie sind auch von den Siebdruckbildern fasziniert', fügt sie hinzu. Die Künstlerin spricht begeistert davon, wie aufgeschlossen die Senioren gegenüber neuen Themen und Techniken sind. 'Das Schöne an den Malgruppen ist, dass sie im hohen Alter noch kreativ werden und sich mit der Kunst beschäftigen', sagt Vogelsang.
'Eine Dame hat mir gerade erzählt, dass es sehr wichtig ist, sich auch in ihrem Alter mit den Sinnen zu beschäftigen', berichtet Ute Duwensee, die für die Kunst- und Kulturvermittlung der Residenz zuständig ist. Das Anliegen der Residenz sei es, im Haus auch zeitgenössische Kunst zu zeigen. 'Es ist uns wichtig, dass immer wieder neue Bilder gezeigt werden und alles in Bewegung ist', betont Ute Duwensee.
Die Ausstellung ist bis zum 21. Oktober täglich von 8 bis 20 Uhr zu sehen. Weitere Informationen zur Künstlerin gibt es auch im Internet auf der Seite www.christine-vogelsang.de.
(Quelle: Weser-Kurier)






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